Lohnt sich der Wechsel in die private Krankenversicherung?

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Als Student, Freiberufler, Selbständiger oder Arbeitnehmer mit hohem Einkommen ist ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung möglich, doch wann lohnt sich ein Wechsel und was sind die Besonderheiten?

Privat ist nicht gleich privat!

Achten Sie genau auf den Tarif und die einzelnen Leistungen, im Basistarif erhält man oft nur Leistungen auf Niveau der gesetzlichen Kassen oder leicht darüber. Ein Wechsel kann sich dennoch lohnen, besonders dann, wenn die Beiträge wesentlich geringer als in der gesetzlichen Krankenkasse sind und man nur selten einen Arzt aufsucht.

Der Basistarif

Hier erhält man den günstigsten Preis, besonders Studenten können sich so für zum Teil deutlich unter 100 € im Monat versichern, auch für junge Selbständige sind die Tarife durchaus günstig. Die Leistungen unterscheiden sich jedoch kaum von denen der gesetzlichen Kassen. Aber wenn es um den Zahnersatz geht kann auch der Basistarif punkten, denn hier werden in der Regel mindestens 75 % der Kosten übernommen. Ein Rechenbeispiel: Nehmen wir an Sie sollen für ein Implantat 4000 € bezahlen, dann übernehmen gesetzliche Kassen im Schnitt etwa 25% der Kosten und somit beträgt der Eigenanteil stolze 3000 €.
Im Basistarif der PKV ist es wie bereits erwähnt anders, hier sollten Sie mit etwa 1000 € Eigenanteil rechnen.

Einen höheren Tarif wählen

Wenn sie mehr Leistungen möchten, können Sie auch Premiumtarife abschließen. Zu den Leistungen können dann Einzelzimmer oder Chefarzt hinzugenommen werden. Dies hat allerdings seinen Preis und wird vor allem mit zunehmenden Alter teuer. Monatliche Beiträge von 700–800 € und weit darüber hinaus sind dann keine Seltenheit mehr. Rechnen Sie genau nach was Sie verdienen, denn kalkulieren Sie falsch kann die PKV schnell ins finanzielle Desaster führen.

Die Selbstbeteiligung

Eine Selbstbeteiligung von 500 oder 1000 € im Jahr ist durchaus sinnvoll, denn schließt man keinen Selbstbehalt mit ab ist
der Beitrag auch wesentlich höher. Man sollte ein gesundes Mittelmaß finden!
Wer wenig beim Arzt ist, sollte lieber 1000 € Selbstbeteiligung wählen, im anderen Fall sollten es lieber 500 € sein.

Lohnt sich der Wechsel?

Diese Frage ist immer vom Einzelfall abhängig. Wer jung ist und wenig krank, profitiert oft von günstigen Beiträgen. Wer ein hohes Einkommen hat, kann sich besser versichern und erhält mehr Leistungen als bei den gesetzlichen Kassen. Wer nur wenig verdient sollte immer an die hohen Beiträge im Alter denken.
Zudem passt die PKV die Beiträge auch nicht nach unten an wenn Sie weniger verdienen. Wer in die private Krankenkasse wechseln will, sollte sich dies gut überlegen und vorher alle Vor- und Nachteile genau gegenüberstellen.

Der gute Verbrecher und der böse Verbrecher

Man könnte meinen, das Mord gleich Mord ist und Missbrauch gleich Missbrauch. Sieht man sich jedoch die aktuellen Reaktionen der Gesellschaft an, ist dies keineswegs zutreffend. Kein Verbrechen polarisiert so sehr, wie das eines Migranten. Und sei es “nur” ein Einbruch.

Durchblättert man die Zeitungen, hat man den Anschein, dass es aktuell nur ausländische Verbrecher gibt, was bei der Gesellschaft wiederum die Haltung “Raus mit allen Migranten” hervorruft. Wie sollte es auch anders sein? Jedes erwähnte Verbrechen- von Vergewaltigung, Raubüberfall bis hin zum Mord- wurde von einem Ausländer ausgeübt. Der Mensch verallgemeinert das Thema und ausnahmslos alle Migranten werden zu einer Gefahr.

Somit ergibt sich die aktuelle Haltung der Gesellschaft. Ein Mord ist etwas schlimmes. Ein Mord, der von einem Migranten ausgeübt wurde, ist um ein Vielfaches chlimmer. Ein Missbrauch, ebenfalls etwas Schlimmes. Missbrauch, ausgeübt von einem Kirchenoberhaupt oder einer sportlichen Größe, scheint ebenfalls weitaus schlimmer zu sein. Und somit ergibt sich selbiges Problem, das auch früher vorgeherrscht hat. Nur in einer umgekehrten Weise. Wird ein 08/15 Normalo Österreicher gefasst, zeigt man sich entsetzt, dass ” so etwas” auch bei einem “normalen Österreicher” vorkommt.

So wie früher gehobene Persönlichkeiten immun gegen jegliche Vorwürfe waren, so wird nun erneut außer Acht gelassen, dass es Verbrecher in jeder Klasse und Ebene der Gesellschaft gibt. Ein Verbrechen ist nicht auf Ausländer manifestiert. Ein Mord ist etwas Schreckliches, egal, von wem er ausgeübt wurde, und egal wer das Opfer ist.

Wie konnte es in einer zivilisierten Gesellschaft so weit kommen, dass ein Menschenleben mehr zählt als das andere? Wieso wird der Tod eines Flüchtlingsmädchens kaum beachtet, während dem Tod eines österreichischen Mädchens ein medialer Aufschrei folgt? Es gibt keine “guten”Mörder, es gibt nur die “bösen” Mörder. Und jeder sollte mit dem gleichen Maß verfolgt werden, und nach den gleichen Regeln bestraft.

Wie man die gesellschaftliche Haltung ändern kann? Indem man die Menschen daran heranführt, das nicht jeder Migrant ein Verbrecher ist, nicht jeder Muslime ein Terrorist. Nicht jeder Dunkelhäutige Mann ist ein Vergewaltiger, genauso wenig, wie alle katholischen Pfarrer Kinder missbrauchen.

Nicht jeder Weiße ist ein Gutmensch, nicht jeder der lächelt ist freundlich. Jeder Mensch ist auf seine Art und Weise einzigartig und Verallgemeinern lässt sich ganz einfach gar nichts, weder im Guten noch im Bösen.